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	<title>Bußgeld &#8211; Advocatae Kanzlei Berlin</title>
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	<description>Führende Anwaltskanzlei in Berlin für Familienrecht &#124; Notarin</description>
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	<title>Bußgeld &#8211; Advocatae Kanzlei Berlin</title>
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	<item>
		<title>Tippen auf E-Zigaretten-Display am Steuer ist verboten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 13:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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<p>Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat in letzter Instanz entschieden: Das Bedienen einer E-Zigarette am Steuer durch Autofahrer kann ein erhebliches Bußgeld nach sich ziehen.</p>
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									<p>Dampfen beim Fahren scheint harmlos, kann aber teuer werden. Das Oberlandesgericht Köln hat klargestellt: Eine E-Zigarette am Steuer ist verboten, wenn dabei elektronische Funktionen über ein Display bedient werden. Wer während der Fahrt die Dampfstärke per Touch einstellt, riskiert Bußgelder und Punkte in Flensburg.</p>
<h2>Urteil des OLG Köln: E-Zigarette am Steuer ist verboten</h2>
<p>Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat in letzter Instanz entschieden: Das Bedienen einer E-Zigarette am Steuer durch Autofahrer kann ein erhebliches Bußgeld nach sich ziehen. Ein Autofahrer, der während der Fahrt die Stärke seiner E-Zigarette auf dem Touchdisplay geändert hatte, muss nun endgültig eine Geldbuße in Höhe von 150 Euro bezahlen. Ihm droht zusätzlich die Eintragung eines Punkts in Flensburg.</p>
<p>Er war auf der Autobahn von zwei Polizeibeamten dabei beobachtet worden, wie er am Steuer seines Kfz Tippbewegungen auf einem Gerät vornahm. Die Beamten gingen von der Nutzung eines Mobiltelefons aus. Die Stadt Siegburg verhängte deshalb gegen den Autofahrer eine Geldbuße über 150 Euro.</p>
<p>Der Einspruch des Autofahrers hatte vor dem Amtsgericht (AG) Siegburg im Ergebnis keinen Erfolg. In der Beweisaufnahme stellte sich zwar heraus, dass der Autofahrer kein Handy benutzt, sondern den Stärkegrad seiner E-Zigarette auf deren Touchdisplay geändert hatte. Das AG bestätigte gleichwohl die Entscheidung. Auch die Benutzung einer derartigen E-Zigarette am Steuer ist verboten und fällt unter das „Handy-Verbot“ der Straßenverkehrsordnung (hier: <a title="https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__23.html" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__23.html" target="_blank" rel="noopener">§ 23 Abs. 1a StVO</a>).</p>
<h2>Autofahrer auch in letzter Instanz erfolglos</h2>
<p>Vor dem OLG blieb der Autofahrer ebenfalls erfolglos: Das Tippen auf dem Touchdisplay einer E-Zigarette zur Veränderung ihres Stärkegrads verstößt ebenfalls gegen das Verbot der Nutzung elektronischer Geräte durch Fahrzeugführende. Eine E-Zigarette am Steuer ist verboten, wenn sie einen „Berührungsbildschirm“ im Sinne des § 23 Abs. 1a S. 2 StVO besitzt. Zudem hält eine E-Zigarette auch Informationen bereit, wenn die veränderte Dampfstärke auf einem Touchdisplay angezeigt wird.</p>
<p>Zwar besteht der Zweck einer E-Zigarette in erster Linie in der Produktion von Dämpfen zum Einatmen. Die Regelung der Dampfstärke über ein Touchdisplay stellt aber eine Hilfsfunktion dar, die ihre Hauptfunktion unterstützt. Ihre Bedienung begründet auch ein erhebliches Ablenkungspotenzial für den Fahrzeugführer, welches sich nicht von der Veränderung der Lautstärke eines Mobiltelefons unterscheidet.</p>
<p>Daher liegt in der Einstellung der Dampfstärke über das Touchdisplay ein verbotswidriges Benutzen und die E-Zigarette am Steuer ist verboten.</p>
<p>Die Entscheidung des OLG ist rechtskräftig.</p>
<p>Quelle — <a title="https://nrwe.justiz.nrw.de/olgs/koeln/j2025/1_ORbs_139_25_Beschluss_20250925.html" href="https://nrwe.justiz.nrw.de/olgs/koeln/j2025/1_ORbs_139_25_Beschluss_20250925.html" target="_blank" rel="noopener">OLG Köln, Beschluss vom 25.9.2025, III-1 ORbs 139/25</a>, PM vom 1.10.2025</p>
<h2>Haben Sie einen Bußgeldbescheid wegen Gerätenutzung am Steuer erhalten?</h2>
<p>Nicht jede Nutzung elektronischer Geräte führt automatisch zur Strafe. Wir prüfen Ihren Bescheid auf Rechtmäßigkeit und Erfolgsaussichten eines Einspruchs. Vereinbaren Sie mit unserer <a title="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann/" href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann/" target="_blank" rel="noopener">Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a> einen<a title="https://advocatae.com/terminanfrage-erstberatung/" href="https://advocatae.com/terminanfrage-erstberatung/" target="_blank" rel="noopener"> Termin zur Erstberatung</a>.</p>
<p>Advocatae Kanzlei Berlin – wir setzen uns für Ihre Interessen ein.</p>								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Bußgeld wegen Jähzorn im Straßenverkehr</title>
		<link>https://advocatae.com/bussgeld-wegen-jaehzorn-im-strassenverkehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 02:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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<p>Abschleppunternehmer schlug aus Wut auf die Motorhaube eines Polizeifahrzeugs. Sein Jähzorn machte alles noch schlimmer, wie ein Fall des Amtsgerichts (AG) Ellwangen zeigte.</p>
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									<p><strong>Jähzorn im Straßenverkehr = Bußgeld.</strong> Ein Abschleppunternehmer schlug aus Wut auf die Motorhaube eines Polizeifahrzeugs. Sein Jähzorn im Straßenverkehr machte alles noch schlimmer, wie ein Fall des Amtsgerichts (AG) Ellwangen zeigte.</p>
<h2>Das war geschehen: Jähzorn im Straßenverkehr</h2>
<p>Der Inhaber eines Pannendienstes hatte sein Telefon in der Hand, während er privat mit seinem Pkw fuhr. Zwei Streifenbeamte zeigten ihn deswegen an. Ob sich das Telefon an Mund oder am Ohr befand, konnten die Beamten jedoch vor dem AG acht Monate später nicht mehr sagen.</p>
<h2>So schilderten die Polizisten den Vorfall</h2>
<p>Erinnern konnten sie sich aber daran, dass der Unternehmer aufgebracht war, die Tat als „Kleinigkeit“ bezeichnet hatte und geäußert hatte, er werde nie wieder Fahrzeuge für die Polizei abschleppen. Anschließend habe er wütend auf die Motorhaube des Streifenwagens geschlagen.</p>
<h2>Daran erinnerte sich der Unternehmer (nicht)</h2>
<p>Der Abschleppunternehmer meinte, evtl. sein Telefon in der Hand gehabt zu haben, um es an einer anderen Stelle zu platzieren. Zum Telefonieren hätte er seine Handyschutzhülle aufklappen und sein Smartphone durch Eingabe eines Codes entsperren müssen. Geld spiele keine Rolle, es solle jeder „seine Worte sprechen, wie es war“.</p>
<h2>Das Amtsgericht fand deutliche Worte</h2>
<p>Die Antwort des AG ließ nicht lange auf sich warten: Es verdoppelte die Regelgeldbuße auf 200 Euro. An der Glaubwürdigkeit der Polizisten hatte es keinen Zweifel. Es spreche sogar für die beiden, wenn sie sich nach acht Monaten nicht mehr an die Position des Handys beim Unternehmer erinnern konnten, wohl aber an die respektlosen Begleitumstände.</p>
<h2>Polizeibeamte waren „überaus glaubhaft“</h2>
<p>Wörtlich fuhr das AG fort: „Vom Jähzorn des Betroffenen, der sofort laut wird, wenn ihm ein Satz nicht genehm ist, konnte sich das Gericht in der Hauptverhandlung einen eigenen Eindruck verschaffen.“ Auch das führte dazu, dass es die Aussagen der Beamten zum Verhalten des Unternehmers als „überaus glaubhaft“ beurteilte.</p>
<p>Quelle | <a title="https://www.landesrecht-bw.de/perma?d=NJRE001538034" href="https://www.landesrecht-bw.de/perma?d=NJRE001538034" target="_blank" rel="noopener">AG Ellwangen, Urteil vom 14.4.2023, 7 OWi 36 Js 5096/23</a></p>
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		<title>Zugang zu Wartungs- und Reparaturunterlagen des Messgeräts</title>
		<link>https://advocatae.com/reparaturunterlagen-des-messgeraets/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2023 00:33:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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<p>Der Verfassungsgerichtshof (VGH) für das Land Baden-Württemberg hat entschieden: Der Betroffene in einem Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung hat einen Anspruch auf Einsicht in Wartungs- und Reparaturunterlagen des Geschwindigkeitsmessgeräts. Wird ihm dies verwehrt, liegt ein Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens vor. </p>
<p>Weitere interessante Beiträge finden Sie auf <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com">Advocatae Kanzlei Berlin</a>.</p>
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									<p><strong>Zugang zu Wartungs- und Reparaturunterlagen des Messgeräts. </strong> Der Verfassungsgerichtshof (VGH) für das Land Baden-Württemberg hat entschieden: Der Betroffene in einem Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung hat einen Anspruch auf Einsicht in Wartungs- und Reparaturunterlagen des Geschwindigkeitsmessgeräts. Wird ihm dies verwehrt, liegt ein Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens vor.</p>
<h2>Das war geschehen</h2>
<p>Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, als Kraftfahrzeugführer die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 44 km/h überschritten zu haben. Ihm wurde deshalb zunächst mit Bußgeldbescheid und anschließend durch Urteil des Amtsgerichts (AG) eine Geldbuße in Höhe von 160 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot auferlegt.</p>
<p>Während des Bußgeldverfahrens begehrte der Beschwerdeführer die Übermittlung der Ermittlungsakte, der Rohmessdaten sowie der Lebensakte und der Wartungs-/Reparatur-/Eichnachweise des Messgeräts. Die Bußgeldbehörde stellte dem Beschwerdeführer die Ermittlungsakte sowie einige der gewünschten Rohmessdaten zur Verfügung. Eine Einsicht in die Lebensakte und in die Wartungs-/Reparatur-/Eichnachweise des Messgeräts erhielt er nicht.</p>
<h2>Amtsgericht und Oberlandesgericht verneinten Anspruch auf Akteneinsicht</h2>
<p>Das Amtsgericht lehnte den wiederholten Einsichtsantrag in die o.g. Unterlagen sowie den Antrag auf Übermittlung der 126 Einzelmessdaten mit der Begründung ab, dass die Beweiserhebung als zur Erforschung der Wahrheit nicht erforderlich anzusehen sei. Zudem bestehe kein Anspruch auf Beiziehung der Lebensakte sowie auf Bildung eines größeren Aktenbestandes, zumal eine Lebensakte nach den Angaben der Bußgeldbehörde nicht geführt werde. Das Oberlandesgericht (OLG) sah in der amtsgerichtlichen Entscheidung keine Rechtsfehler. </p>
<p>Im Hinblick auf die Ablehnung der Beiziehung von Wartungs-, Instandsetzungs- und Eichnachweisen des Messgeräts habe der Messbeamte als Zeuge angegeben, dass keine eichrelevanten Störungen oder Defekte aufgetreten seien, sodass das AG im Rahmen seiner Aufklärungspflicht nicht verpflichtet gewesen sei, beim Verwender des Messgeräts Nachweise über erfolgte Wartungen, Reparaturen und sonstige Eingriffe anzufordern, zumal der Messbeamte solche auch verneint habe.</p>
<h2>Verfassungsgerichtshof „kassierte“ Urteile</h2>
<p>Der VGH: Die Verfassungsbeschwerde ist, soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens aufgrund der unterbliebenen Einsichtsgewährung in die Wartungs- und Reparaturunterlagen rügt, zulässig und begründet. Das Urteil des AG sowie der Beschluss des OLG verletzen den Beschwerdeführer in seinem Recht auf ein faires Verfahren, indem darin jeweils unter Annahme eines Gleichlaufs der gerichtlichen Aufklärungspflicht mit dem Einsichtsrecht des Betroffenen dessen Zugang zu den Wartungs-/Reparaturunterlagen des Messgeräts abgelehnt wurde.</p>
<h2>Recht auf faires Verfahren</h2>
<p>Wie das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) festgestellt hat, folgt aus dem Recht auf ein faires Verfahren grundsätzlich ein Anspruch auf Zugang zu den nicht bei der Bußgeldakte befindlichen, aber bei der Bußgeldbehörde vorhandenen Informationen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Frage der gerichtlichen Aufklärungspflicht, sondern der Verteidigungsmöglichkeiten des Betroffenen. Im Rechtsstaat muss dem Betroffenen die Möglichkeit gegeben werden, zur Wahrung seiner Rechte auf den Gang und das Ergebnis des Verfahrens Einfluss zu nehmen. </p>
<p>Dabei wendet sich das Gebot zur fairen Verfahrensgestaltung nicht nur an die Gerichte, sondern ist auch von allen anderen staatlichen Organen zu beachten, die auf den Gang eines Strafverfahrens Einfluss nehmen, demgemäß auch von der Exekutive, soweit sie sich rechtlich gehalten sieht, bestimmte Beweismittel nicht freizugeben. Ein rechtsstaatliches und faires Verfahren fordert daher „Waffengleichheit“ zwischen den Verfolgungsbehörden einerseits und dem Beschuldigten andererseits. Der Beschuldigte hat deshalb ein Recht auf möglichst frühzeitigen und umfassenden Zugang zu Beweismitteln und Ermittlungsvorgängen und auf die Vermittlung der erforderlichen materiell- und prozessrechtlichen Informationen, ohne die er seine Rechte nicht wirkungsvoll wahrnehmen könnte.</p>
<h2>„Waffengleichheit“ für Beschuldigte gegenüber den Verfolgungsbehörden</h2>
<p>Der Beschuldigte eines Strafverfahrens bzw. Betroffene eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens hat neben der Möglichkeit, prozessual im Wege von Beweisanträgen oder Beweisermittlungsanträgen auf den Gang der Hauptverhandlung Einfluss zu nehmen, grundsätzlich auch das Recht, Kenntnis von solchen Inhalten zu erlangen, die zum Zweck der Ermittlung entstanden sind, aber nicht zur Akte genommen wurden. </p>
<p>Dadurch werden seine Verteidigungsmöglichkeiten erweitert, weil er selbst nach Entlastungsmomenten suchen kann, die zwar fernliegen mögen, aber nicht schlechthin auszuschließen sind. Die möglicherweise außerhalb der Verfahrensakte gefundenen entlastenden Informationen können von der Verteidigung zur fundierten Begründung eines Antrags auf Beiziehung vor Gericht dargelegt werden. Der Betroffene kann so das Gericht, das von sich aus keine sachlich gebotene Veranlassung zur Beiziehung dieser Informationen sieht, auf dem Weg des Beweisantrags oder Beweisermittlungsantrags zur Heranziehung veranlassen.</p>
<p>Quelle | <a title="https://www.landesrecht-bw.de/perma?d=NJRE001525770" href="https://www.landesrecht-bw.de/perma?d=NJRE001525770" target="_blank" rel="noopener">VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 16.1.2023, 1 VB 38/18</a></p>
<h2>Haben Sie Fragen zu einem Bußgeldverfahren?</h2>
<p>Dann sollten Sie jetzt mit uns sprechen. Wir stehen Ihnen mit unserer <a title="https://advocatae.com/kanzlei-fuer-verkehrsrecht/" href="https://advocatae.com/kanzlei-fuer-verkehrsrecht/" target="_blank" rel="noopener">langjährigen Erfahrung und Kompetenz im Verkehrsrecht</a> zur Seite. Vereinbaren Sie mit unserer <a title="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann/" href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann/" target="_blank" rel="noopener">Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a> einen<a title="https://advocatae.com/terminanfrage-erstberatung/" href="https://advocatae.com/terminanfrage-erstberatung/" target="_blank" rel="noopener"> Termin zur Erstberatung</a>.</p>
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		<title>Neuer Bußgeldkatalog gilt ab 9.11.2021</title>
		<link>https://advocatae.com/neuer-bussgeldkatalog-gilt-ab-9-11-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Nov 2021 06:58:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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<p>Am 9.11.2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Er beinhaltet zum Teil deutlich höhere Geldbußen als bisher. Hier ein Auszug der wichtigsten Änderungen.</p>
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									<p><strong>Am 9.11.2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Er beinhaltet zum Teil deutlich<br />höhere Geldbußen als bisher.</strong> Hier ein Auszug der wichtigsten Änderungen.</p><h2>1. Parken und Halten</h2><p>Verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen sowie das jetzt verbotene Halten auf Schutzstreifen und das Parken und Halten in zweiter Reihe ist teurer geworden. Verstöße kosten bis zu 110 Euro. Bei schwereren Verstößen kann darüber hinaus ein Punkt im Fahreignungsregister („Flensburg“) eingetragen werden.</p><p>Darüber hinaus sind für das unberechtigte Parken auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz Geldbußen von 55 Euro vorgesehen. Ebenfalls für das unberechtigte Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge oder einem Parkplatz für Carsharing-Fahrzeuge werden 55 Euro fällig. Für das rechtswidrige Parken an engen oder unübersichtlichen Straßen- stellen bzw. im Bereich einer scharfen Kurve sieht der neue Bußgeldkatalog eine Geldbuße von 35 Euro vor.</p><p><span style="font-size: 1rem;">Für einen allgemeinen Halt- und Parkverstoß werden jetzt bis zu 25 Euro fällig.</span></p><h2>2. Rettungsgasse</h2><p>Die unerlaubte Nutzung einer Rettungsgasse wird jetzt genauso verfolgt und geahndet wie das Nichtbilden einer Rettungsgasse. Es drohen Bußgelder zwischen 200 und 320 Euro sowie ein Monat Fahrverbot. Als Folge dieser Sanktionen ist die Eintragung von zwei Punkten im Fahreignungsregister (&#8222;Flensburg&#8220;) vorgesehen.</p><h2>3. Sonstige Regelverstöße</h2><p>Die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, linksseitig angelegten Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird nun mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet.</p><p>Für das sogenannte Auto-Posing (Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie unnützes Hin- und Herfahren) sind Bußgelder bis zu 100 Euro vorgesehen.</p><p>Für rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge über 3,5 t ist innerorts Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7, max. 11 km/h) vorgeschrieben. Verstöße hiergegen können nun mit einem Bußgeld in Höhe von 70 Euro sanktioniert werden. Außerdem wird ein Punkt im Fahreignungsregister (&#8222;Flensburg&#8220;) eingetragen.</p><h2>4. Geschwindigkeitsverstöße</h2><p>Für normale Pkw bis 3,5 t gelten bei Geschwindigkeitsüberschreitungen künftig folgende Geldbußen:</p><ul><li>Überschreitung bis 10 km/h: 30 Euro innerorts / 20 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 11 bis 15 km/h: 50 Euro innerorts / 40 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 16 bis 20 km/h: 70 Euro innerorts / 60 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 21 bis 25 km/h: 115 Euro innerorts / 100 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 26 bis 30 km/h: 180 Euro innerorts / 150 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 31 bis 40 km/h: 260 Euro innerorts / 200 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 41 bis 50 km/h: 400 Euro innerorts / 320 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 51 bis 60 km/h: 560 Euro innerorts / 480 Euro außerorts</li><li>Überschreitung 61 bis 70 km/h: 700 Euro innerorts / 600 Euro außerorts</li><li>Überschreitung über 70 km/h: 800 Euro innerorts / 700 Euro außerorts</li></ul><p>Für Pkw mit Anhänger und Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind, sowie Fahrzeuge mit gefährlichen Gütern oder Passagierbusse gelten andere Geldbußen.</p><p><span style="font-size: 1rem;">Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Informationen zum neuen Bußgeldkatalog vom 21.10.2021, siehe auch online www.iww.de/s5645</span></p><h2>Droht Ihnen eine Geldbuße wegen zu schnelles Fahren oder erwarten Sie Punkte in Flensburg?</h2><p>Wenn Ihnen ein Bußgeld droht, dann sollten Sie mit uns sprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter und stehen Ihnen mit unserem Fachwissen zur Seite. Wir setzen uns für Ihre Interessen ein. Garantiert. Vereinbaren Sie einfach einen <a href="https://advocatae.com/termin-anwalt-kontakt">Termin zur Erstberatung</a> mit <a href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann">Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a>.</p>								</div>
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		<title>Fahrverbot auch noch nach langer Verfahrensdauer?</title>
		<link>https://advocatae.com/fahrverbot-auch-noch-nach-langer-verfahrensdauer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2021 00:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com/fahrverbot-auch-noch-nach-langer-verfahrensdauer/">Fahrverbot auch noch nach langer Verfahrensdauer?</a> erschien als erstes auf <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com">Advocatae Kanzlei Berlin</a>.</p>
<p>Dauert das Bußgeldverfahren lange, stellt sich bei einem festgesetzten Fahrverbot immer auch die Frage, ob das Verfahren so lange gedauert hat, dass die Verhängung eines Fahrverbots nicht mehr zulässig ist. Damit hat sich jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Brandenburg noch einmal auseinandergesetzt.</p>
<p>Weitere interessante Beiträge finden Sie auf <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com">Advocatae Kanzlei Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com/fahrverbot-auch-noch-nach-langer-verfahrensdauer/">Fahrverbot auch noch nach langer Verfahrensdauer?</a> erschien als erstes auf <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com">Advocatae Kanzlei Berlin</a>.</p>
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									<p><strong>Fahrverbot auch noch nach langer Verfahrensdauer?</strong> Dauert das Bußgeldverfahren lange, stellt sich bei einem festgesetzten Fahrverbot immer auch die Frage, ob das Verfahren so lange gedauert hat, dass die Verhängung eines Fahrverbots nicht mehr zulässig ist. Damit hat sich jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Brandenburg noch einmal auseinandergesetzt.</p><p>Das OLG: Bei einem Zeitablauf von über zwei Jahren zwischen Tat und Urteil bedarf es besonderer Umstände für die Annahme, dass ein Fahrverbot noch unbedingt notwendig ist. Bei der Abwägung der Umstände des konkreten Einzelfalls ist zu berücksichtigen, worauf die lange Verfahrensdauer zurückzuführen ist, insbesondere, ob hierfür maßgebliche Umstände im Einflussbereich des Betroffenen liegen oder Folge gerichtlicher oder behördlicher Abläufe sind. Hat der Betroffene Rechtsmittel ausgeschöpft und die in der Strafprozessordnung (StPO) und im Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) eingeräumten Rechte genutzt, kann ihm dies nicht als eine von ihm zu vertretende Verfahrensverzögerung entgegengehalten werden.</p><p>Etwas anderes gilt, wenn die lange Dauer des Verfahrens (auch) auf Gründen beruht, die in der Sphäre des Betroffenen liegen. Das hat das OLG bejaht, da mehrfach der Hauptverhandlungstermin auf Wunsch des Betroffenen oder seines Verteidigers verschoben wurde und er mehrfach zur Hauptverhandlung nicht erschien, ohne sich vorher zu entschuldigen.</p><p>Quelle | OLG Brandenburg, Beschluss vom 16.6.2021, 1 OLG 53 Ss-OWi 221/21</p><h2>Droht Ihnen ein Fahrverbot oder ein Bussgeldverfahren?</h2><p>Dann sollten Sie mit uns sprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, stehen Ihnen mit unserem Fachwissen zur Seite und setzen uns für Ihre Interessen ein. Vereinbaren Sie einfach einen <a href="https://advocatae.com/termin-anwalt-kontakt">Termin zur Erstberatung</a> mit <a href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann">Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a>.</p>								</div>
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		<title>Parkscheibe auf dem Privatparkplatz &#8211; sonst kann eine Strafgebühr fällig werden</title>
		<link>https://advocatae.com/parkscheibe-auf-dem-privatparkplatz-sonst-droht-strafgebuehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2021 02:57:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com/parkscheibe-auf-dem-privatparkplatz-sonst-droht-strafgebuehr/">Parkscheibe auf dem Privatparkplatz &#8211; sonst kann eine Strafgebühr fällig werden</a> erschien als erstes auf <a rel="nofollow" href="https://advocatae.com">Advocatae Kanzlei Berlin</a>.</p>
<p>Auch auf einem frei zugänglichen privaten Parkplatz ist eine Parkscheibe von außen „gut lesbar“ entweder hinter der Windschutzscheibe oder aber auf der Abdeckplatte des Gepäckraumes (d. h. auf der „Hutablage“) bzw. an der Seitenscheibe anzubringen. So hat jetzt, wie zuvor schon weitere Gerichte, das Amtsgericht (AG) Brandenburg entschieden.</p>
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									<strong>Parkscheibe auf dem Privatparkplatz &#8211; sonst kann eine Strafgebühr fällig werden.</strong> Auch auf einem frei zugänglichen privaten Parkplatz ist eine Parkscheibe von außen „gut lesbar“ entweder hinter der Windschutzscheibe oder aber auf der Abdeckplatte des Gepäckraumes (d. h. auf der „Hutablage“) bzw. an der Seitenscheibe anzubringen. So hat jetzt, wie zuvor schon weitere Gerichte, das Amtsgericht (AG) Brandenburg entschieden.

Folge: Wer das nicht tut, muss damit rechnen, dass ihn der „Parkplatzbetreiber“ auf ein Entgelt / eine Vertragsstrafe in Anspruch nimmt. Das AG liegt damit auf der Linie der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH).

Quelle | AG Brandenburg, Urteil vom 23.10.2020, 31 C 200/19, Abruf-Nr. 218892
<h2>Haben Sie keine Parkscheibe auf Privatparkplatz benutzt?</h2>
Droht man auch Ihnen mit einer Strafgebühr? Dann sollten Sie auf jeden Fall mit uns sprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, stehen Ihnen mit unserem Fachwissen zur Seite und setzen uns für Ihre Interessen ein. Vereinbaren Sie einfach einen <a href="https://advocatae.com/termin-anwalt-kontakt">Termin zur Erstberatung</a> mit <a href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann">Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a>.								</div>
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		<title>Geblitzt? Es bleibt teuer!</title>
		<link>https://advocatae.com/geblitzt-es-bleibt-teuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2021 06:46:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Geblitzt]]></category>
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<p>Trotz Fehler bei der Reform der Straßenverkehrsordnung bleiben Bußgelder für zu schnelles Fahren zulässig. So entschied es jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken.</p>
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									<strong>Geblitzt? Es bleibt teuer!</strong>

Trotz Fehler bei der Reform der Straßenverkehrsordnung bleiben Bußgelder für zu schnelles Fahren zulässig. So entschied es jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken.

<h2>Zu schnell gefahren, geblitzt und Bußgeld erhalten</h2>

Ein Amtsgericht hat einen Autofahrer zu einer Geldbuße von 100 Euro verurteilt. Er war im September 2019 u. a. auf einer Autobahn nach Toleranzabzug mit 28 km/h zu schnell unterwegs und wurde geblitzt. Erlaubt waren dort 100 km/h.
<h2>Reform der Straßenverkehrsordnung wegen Zitierfehlers außer Kraft?</h2>
Der Betroffene machte beim OLG daraufhin geltend, die im Jahr 2020 geänderte Straßen­verkehrsordnung sei wegen eines Zitierfehlers des Verordnungsgebers nicht in Kraft getreten. Das Gericht müsse bei der Beurteilung einer Ordnungswidrigkeit berücksichtigen, ob ein vorher verbotenes Verhalten inzwischen nicht mehr oder milder zu bestrafen ist. Deshalb wirke sich der Fehler bei der Straßenverkehrsordnungs­-Reform auch zu seinen Gunsten aus, wenn die Geschwindigkeitsübertretung schon vor der Gesetzesänderung begangen wurde. Weil es aus seiner Sicht keine gültige Bußgeldregelung mehr gebe, müsse er das Bußgeld nicht zahlen.

<h2>OLG: Bisheriger Bußgeldkatalog gilt weiterhin</h2>

Das OLG hat die Rechtsbeschwerde zur Klärung dieser Frage zwar zugelassen. Es hält aber am Bußgeld fest. Der Betroffene habe zwar Recht, dass ein milderes Gesetz auch auf zurück­liegende Taten anzuwenden sei. Es stimme auch, dass bei der Reform der Straßenverkehrs­ordnung das sog. Zitiergebot nicht ausreichend beachtet wurde. Deshalb seien die 2020 geänderten und im Bereich der Fahrverbote verschärften Regeln im Straßenverkehr nicht in Kraft getreten. Das OLG hat aber entschieden, dass damit weder die Straßenverkehrsordnung noch der Bußgeldkatalog hinfällig werden. Stattdessen gelten die bisherigen Regelungen weiter, nach denen auch der Beschwerdeführer verurteilt worden war.
<h2>Neuer Bußgeldkatalog tritt demnächst in Kraft</h2>
Demnächst werden sich die Bußgelder bei Verstößen gegen die Straßen­verkehrsordnung empfindlich erhöhen, wenn ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft tritt.

Quelle | OLG Zweibrücken, Beschluss vom 5.11.2020, 1 OWi 2 Ss Rs 124/20
<h2>Wurden Sie geblitzt und es droht Ihnen ein Bußgeld?</h2>
Droht Ihnen ein Bußgeld, weil Sie zu schnell gefahren sind und geblitzt wurden? Dann sollten Sie auf jeden Fall mit uns sprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, stehen Ihnen mit unserem Fachwissen zur Seite und setzen uns für Ihre Interessen ein. Vereinbaren Sie einfach einen <a href="https://advocatae.com/termin-anwalt-kontakt">Termin zur Erstberatung</a> mit <a href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann">Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a>.								</div>
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		<title>Handy beim Fahren oder Haarbürste? Das war die Frage!</title>
		<link>https://advocatae.com/handy-beim-fahren-bussgeld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2021 05:52:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Handy beim Fahren]]></category>
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<p>Mitunter kommt es zu „interessanten“ Erklärungsversuchen, um sich einem Bußgeld zu entziehen. Das Amtsgericht (AG) Frankfurt a. M. hat entschieden: Es handelt sich um eine bloße Schutzbehauptung, wenn ein Verkehrsteilnehmer angibt, er habe statt eines Handys lediglich eine Bürste benutzt, um sich den Bart zu kämmen.</p>
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									<p><strong>Handy beim Fahren oder Haarbürste? Das war die Frage!</strong></p>
<p>Mitunter kommt es zu „interessanten“ Erklärungsversuchen, um sich einem Bußgeld zu entziehen. Das Amtsgericht (AG) Frankfurt a. M. hat entschieden: Es handelt sich um eine bloße Schutzbehauptung, wenn ein Verkehrsteilnehmer angibt, er habe statt eines Handys lediglich eine Bürste benutzt, um sich den Bart zu kämmen.</p>
<h2>Was war geschehen?</h2>
<p>Der Betroffene war mit einem von ihm gelenkten Omnibus in eine Polizeikontrolle zur Feststel­lung von „Handyverstößen“ geraten. Ein Beamter fertigte eine Fotosequenz an, auf der zu erkennen war, dass der Betroffene einen weißen Gegenstand mit der rechten Hand an sein rechtes Ohr hält. Im Verfahren trug der Betroffene Zweierlei vor: Zum einen habe er mit dem Fahrzeug bei dem vermeintlichen Bußgeldverstoß gestanden. Zum anderen würden die aufgenommenen Bilder lediglich zeigen, dass er seinen Bart mit einer weißen Bürste kämme. Es sei auch zu sehen, dass sich seine Hände gar nicht am Lenkrad befunden hätten.</p>
<h2>Das Gericht sah ein Handy und keine Bürste</h2>
<p>Trotz seiner Einwände hat das AG gegen den Betroffenen wegen vorschriftswidrigen Benutzens eines Handys ein Bußgeld in Höhe von 180 Euro festgesetzt. Die Benutzung einer weißen Haarbürste stelle eine bloße Schutzbehauptung dar. Die in der Hauptverhandlung in Augenschein genommene Bürste habe eine geschwungene, zu den Ecken hin abgerundete Form aufgewiesen, währenddessen auf den Bildern ein rechteckiger Gegenstand durch das bloße Anlegen eines Lineals zu erkennen gewesen sei. Des Weiteren zeige die Fotosequenz das benutzte Gerät immer an gleicher Stelle. Ein Kämmvorgang setze zwangsläufig eine Kammfüh­rung nach unten und/oder zur Seite voraus, die den Bildern nicht zu entnehmen sei. Die Bild­sequenz belege auch, dass sich der Bus bewegt habe.</p>
<p>Der Einwand, das Fahrzeug könne nicht in Bewegung gewesen sein, weil sich keine Hand am Lenkrad befunden habe, gebe zwar u. U. Anlass zu einer allgemeinen Überprüfung der Fahreignung, rechtfertige aber indes nicht den gewünschten Rückschluss auf ein stehendes Fahrzeug. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.</p>
<p>Quelle | AG Frankfurt a. M., Urteil vom 16.6.2020, 971 Owi 363 Js 72112/19, PM Nr. 1/2021</p>
<h2>Haben Sie Fragen zu einem Bußgeld wegen Benutzung eines Handys am Steuer?</h2>
<p>Wenn Ihnen ein Bußgeld droht wegen der Nutzung eines Handys beim Fahren, dann sollten Sie auf jeden Fall mit uns sprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, stehen Ihnen mit unserem Fachwissen zur Seite und setzen uns für Ihre Interessen ein. Vereinbaren Sie einfach einen <a href="https://advocatae.com/termin-anwalt-kontakt">Termin zur Erstberatung</a> mit <a href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann">Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a>.</p>								</div>
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		<title>Bußgeld, wenn man Handy zwischen Ohr und Schulter einklemmt während der Autofahrt</title>
		<link>https://advocatae.com/bussgeld-bei-handy-am-steuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2021 07:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Handy beim Fahren]]></category>
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<p>Die Nutzung eines zwischen Ohr und Schulter eingeklemmten Mobiltelefons während der Fahrt kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Dies hat jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschieden.</p>
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									<p><strong>Besser kein Handy am Steuer, auch nicht, wenn man das Handy zwischen Ohr und Schulter einklemmt und telefoniert bei der Autofahrt, sonst droht ein Bußgeld.</strong> </p>
<p>Die Nutzung eines zwischen Ohr und Schulter eingeklemmten Mobiltelefons während der Fahrt kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Dies hat jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschieden.</p>
<p>Auf einem im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung aufgenommenen Messfoto war zu erkennen, dass die Fahrzeugführerin ein Handy zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt hatte. Sie hatte im gerichtlichen Verfahren auch eingeräumt, dass sie dieses zum Telefonieren genutzt habe. Sie habe aber das Telefon bereits vor Fahrtantritt in der abgebildeten Haltung gehabt. Außerdem war sie der Auffassung, dass es sich hierbei nicht um ein „Halten“ im Sinne der Verordnung handele, da dieses ein Halten in der Hand voraussetzte.</p>
<p>Gleichwohl war sie vom Amtsgericht (AG) zu einem Bußgeld verurteilt worden, wogegen sie sich mit der Rechts­beschwerde zur Wehr setzen wollte.</p>
<h2>Auch ein Handy zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt ist ein Risiko</h2>
<p>Zur Begründung seiner Entscheidung hat das OLG ausgeführt: Sprachlich setze das „Halten“ eines Gegenstands nicht notwendig die Benutzung der Hände voraus. Das Bußgeld stehe auch mit dem Zweck der Verordnung in Einklang: In dem Einklemmen des Handys zwischen Ohr und Schulter liege ein erhebliches Gefährdungspotenzial. Denn es bestehe das Risiko, dass das Mobiltelefon sich aus seiner „Halterung“ lösen könne. Dies könne dann den Fahrer zu unwillkürlichen Reaktionen verleite, um zu verhindern, dass es – etwa – im Fußraum des Fahrzeugs unauffindbar wird. Bereits um diesem Risiko entgegenzuwirken, werde der Fahrer einen ansonsten dem Verkehrsgeschehen zuzuwendenden Teil seiner Aufmerksamkeit seinem Mobiltelefon schenken. </p>
<p>Dieser Umstand unterscheide eine solche Nutzung eines Mobiltelefons auch von der mittels einer Freisprech­einrichtung, bei der sich der Fahrer um die Stabilität der Halterung regelmäßig keine Gedanken machen müsse.</p>
<p>Quelle | <a title="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/koeln/j2020/1_RBs_347_20_Beschluss_20201204.html" href="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/koeln/j2020/1_RBs_347_20_Beschluss_20201204.html" target="_blank" rel="noopener">OLG Köln, Beschluss vom 4.12.2020, III-1 RBs 347/20</a>; PM vom 20.1.2021</p>
<h2>Droht Ihnen ein Bußgeld wegen Handy am Steuer?</h2>
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<p>Advocatae Kanzlei Berlin – wir setzen uns für Ihre Interessen ein.</p>								</div>
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		<title>Betroffene in einem Bußgeldverfahren müssen Zugang zu außerhalb der Bußgeldakte befindlichen Informationen erhalten</title>
		<link>https://advocatae.com/zugang-zu-informationen-ausserhalb-der-bussgeldakte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RA]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2021 04:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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<p>Das Bundesverfassungsgericht hat einer Verfassungsbeschwerde stattgegeben, die den Zugang des Betroffenen im Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zu Informationen betrifft, die nicht Teil der Bußgeldakte waren. Die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen.</p>
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									<p><strong>ERFOLGREICHE VERFASSUNGSBESCHWERDE: In einem Bußgeldverfahren müssen Betroffene Zugang zu außerhalb der Bußgeldakte befindlichen Informationen erhalten</strong></p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hat einer Verfassungsbeschwerde stattgegeben, die den Zugang des Betroffenen im Bußgeldverfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung zu Informationen betrifft, die nicht Teil der Bußgeldakte waren. Die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen.</p>
<h2>Das wollte der Betroffene</h2>
<p>Der Betroffene begehrte zunächst im Rahmen des behördlichen Bußgeldverfahrens wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung erfolglos Zugang zu Informationen. Er wollte die Lebensakte des verwendeten Messgeräts, den Eichschein und die sogenannten Rohmessdaten, die sich nicht in der Bußgeldakte befanden, einsehen. Sein gegen den anschließend erlassenen Bußgeldbescheid eingelegter Einspruch blieb erfolglos. Das Bundesverfassungsgericht: Dies verletzte den Betroffenen in seinem Recht auf ein faires Verfahren.</p>
<h2>So argumentierte das Bundesverfassungsgericht</h2>
<p>Von Verfassungswegen ist nicht zu beanstanden, dass die Fachgerichte von einer reduzierten Sachverhaltsaufklärungs- und Darlegungspflicht im Fall eines standardisierten Messverfahrens ausgegangen sind. Bei diesen Messverfahren sind geringere Anforderungen an die Beweisführung und die Urteilsfeststellungen der Fachgerichte zu stellen. Bestehen keine Bedenken gegen die Richtigkeit des Messergebnisses, genügt deshalb zum Nachweis eines Geschwindigkeitsverstoßes grundsätzlich die Mitteilung des eingesetzten Messverfahrens, der ermittelten Geschwindigkeit nach Abzug der Toleranz und des berücksichtigten Toleranzwerts. Bei standardisierten Messverfahren sind daher im Regelfall – ohne konkrete Anhaltspunkte für eventuelle Messfehler – die Feststellungs- und Darlegungspflichten des Tatgerichts reduziert.</p>
<p>Dem Betroffenen bleibt aber die Möglichkeit, das Tatgericht auf Zweifel aufmerksam zu machen und einen entsprechenden Beweisantrag zu stellen. Hierfür muss er konkrete Anhaltspunkte für technische Fehlfunktionen des Messgerätes vortragen. Die bloße Behauptung, die Messung sei fehlerhaft, begründet für das Gericht keine Pflicht zur Aufklärung.</p>
<p>Aus dem Recht auf ein faires Verfahren folgt aber auch im Ordnungswidrigkeitenverfahren das Recht, Kenntnis von solchen Inhalten zu erlangen, die zum Zweck der Ermittlung entstanden sind, aber nicht zur Akte genommen wurden. Wenn der Betroffene Zugang zu Informationen begehrt, die sich außerhalb der Gerichtsakte befinden, um sich Gewissheit über Tatsachen zu verschaffen, die seiner Entlastung dienen, ist ihm dieser Zugang grundsätzlich zu gewähren. Dies bedeutet allerdings nicht, dass das Recht auf Zugang zu den außerhalb der Akte befindlichen Informationen unbegrenzt gilt.</p>
<h2>Verhältnismäßigkeit muss gegeben sein</h2>
<p>Gerade im Bereich massenhaft vorkommender Ordnungswidrigkeiten ist in Hinblick auf die Funktionstüchtigkeit der Rechtspflege eine sachgerechte Eingrenzung des Informations- zugangs geboten. Die begehrten, hinreichend konkret benannten Informationen müssen deshalb zum einen in einem sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit dem jeweiligen Ordnungswidrigkeitenvorwurf stehen und zum anderen eine Relevanz für die Verteidigung aufweisen, um eine uferlose Ausforschung, erhebliche Verfahrensverzögerungen und Rechtsmissbrauch zu verhindern. Insofern ist maßgeblich auf die Perspektive des Betroffenen bzw.seines Verteidigers abzustellen. Entscheidend ist, ob dieser eine Information für die Beurtei­lung des Ordnungswidrigkeitenvorwurfs für bedeutsam halten darf.</p>
<h2>Versäumnisse der Fachgerichte</h2>
<p>Das Bundesverfassungsgericht beanstandete hier, die Fachgerichte hätten bereits verkannt, dass aus dem Recht auf ein faires Verfahren grundsätzlich ein Anspruch auf Zugang zu den nicht bei der Bußgeld­akte befindlichen, aber bei der Bußgeldbehörde vorhandenen Informationen folgt. Entgegen der Annahme der Fachgerichte kam es dem Betroffenen insbesondere nicht auf die Erweiterung des Aktenbestands oder der gerichtlichen Aufklärungspflicht an. Vielmehr ging es ihm um die Möglichkeit einer eigenständigen Überprüfung des Messvorgangs, um – gegebenen­ falls – bei Anhaltspunkten für die Fehlerhaftigkeit des Messergebnisses die Annahme des standardisierten Messverfahrens erschüttern zu können.</p>
<p>Quelle | BVerfG, Beschluss vom 12.11.2020, 2 BvR 1616/18</p>
<h2>Fragen zu einem Bußgeldverfahren?</h2>
<p>Haben Sie Fragen zu einem Bußgeldverfahren z.B. wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung? Dann sollten Sie mit uns sprechen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, stehen Ihnen mit unserem Fachwissen zur Seite und engagieren uns für Ihre Interessen. Vereinbaren Sie einfach einen <a href="https://advocatae.com/termin-anwalt-kontakt">Termin zur Erstberatung</a> mit <a href="https://advocatae.com/rechtsanwaeltin-ulrike-silbermann">Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verkehrsrecht Ulrike Silbermann</a>.</p>								</div>
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